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alex18

Angaben

Nachname:Köll
Vorname:Alexander
Geburtsdatum:20.08.1988
Sterbedatum:27.05.2007

Trauerbrief

Text:Liebe/r Besucher/in!

Diese Seite erzählt die Geschichte von unserem lieben Sohn, Bruder und Freund Alexander, der mit 17. Jahren an einem Knochenkrebs ( Ewing Sarkom) erkrankte und mit 18.Jahren starb.

Es ist schwer die richtigen Worte für einen Menschen zu finden, den man so geliebt hat und mit dem man so viele Höhen und Tiefen erlebt hat.

Alexanders Stärke, Liebe und sein Humor werden uns auch in den Stunden, Tagen und Jahren nach seinem Tod immer in Erinnerung bleiben.


Leise kam das Leid zu ihm, trat an seine Seite,
schaute still und ernst ihn an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es seine Hand, ist mit ihm geschritten,
lies ihn niemals wieder los, er hat sehr viel gelitten.
Leise ging die Wanderung über Tal und Hügel,
und uns wär's als wüchsen still, seiner Seele Flügel.

Kondolenzbuch

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Tagebuch

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Was geschah

Was geschah:WIE ALLES BEGANN

(die Schwester erzählt)

Es begann am 20.06.2006 als Alex wegen Verdacht auf Leistenbruch in den Krankenstandt ging. Die Vertretung von unserem Hausarzt schickte Alex wegen Verdacht auf Blinddarm oder Leistenbruch ins Krankenhaus Zams. Da diese aber nichts feststellen konnten, wollten sie ihn wieder arbeiten schicken.

Unser Hausarzt meinte sogar, dass er sich die Schmerzen nur einbilde weil er vielleicht Streß in der Arbeit hat. Auch wurde uns ein Termin bei einem Orthopäden vorgeschlagen wo die Wartezeit jedoch 2 Monate gedauert hätte.

Nach einem Gespräch mit unserem Arzt, beschlossen wir ein weiteres Mal ins Krankenhaus zu fahren und eine CT-Untersuchung zu machen.

Nach der CT kam der Professor zu Alex und Mama und erklärte, dass es sich um eine ernste Krankheit handelt und er würde sich sofort mit dem Landeskrankenhaus Innsbruck in Verbindung setzen und uns später anrufen.

Im Laufe des Nachmittags tat er dies und forderte Mama auf,nochmals zu kommen, da er einen Termin mit Innsbruck am nächsten Tag um 11:00 Uhr vereinbart hatte.

Der nächste Tag:

Mama fuhr mit unsere Nachbarin nach Zams wo sie die Papiere und den Transportschein abholen sollte. Auf Mamas Frage, um welche Krankheit es sich handle, bekam sie eine "Boden wegreisende Antwort": Ihr Sohn hat einen Tischtennis-Ball großen Tumor auf dem Schambein, es wird eine harte Zeit auf Sie zukommen!"

Der Professor riet meiner Mama, Alex noch nichts von der schlechten Nachricht zu erzählen, er würde es noch früh genug erfahren. Mit diesem Wissen fuhr sie nach Hause und sofort mit Alex in das Landeskrankenhaus Innsbruck. Dort wurde er zuerst wegen der starken Schmerzen behandelt, da diese schon zu Hause für ihn völlig unerträglich waren, sodass er manchmal auf die Tür einschlug und auch nicht mehr wusste wie er schlafen sollte.

Weiters wurde ihm eine Gewebeprobe entnommen um zu sehen, ob der Tumor gut- oder bösartig ist. Auf den Befund warteten wir etwa 2 Wochen die Alex im Krankenhaus verbringem musste. Die Diagnose war niederschmetternd: Ein Ewing Sarkom, sehr selten und sehr bösartig - Heilungschancen sehr gering. Metastasen bereits im Kopf, Nacken, Schulter, Wirbelsäule und Becken!

(Erst im nachhinein wissen wir , dass dies schon so gut wie ein Todesurteil war)

In dieser Nacht schlief unsere Mutter bei Alex im Krankenhaus - es waren sehr viele Fragen von ihm zu beantworten worauf sie jedoch auch keine Antworten wusste.

Behandlung:

Operation unmöglich, da der Tumor ungünstig lag. Sofortiger Beginn einer Chemotherapie ( VIDE). Bevor man mit der Chemotherapie begann, hätte Alex die Möglichkeit gehabt noch einige Tage zu Hause zu verbringen, dies scheiterte jedoch gewaltig. Statt der Schmerzinfusion bekamen wir zu Hause Morphium-Tabletten, die er auf nüchternen Magen nicht vertrug und sich ständig übergab. Auch die Schmerzen hatten wir nicht im Griff- mitten in der Nacht hörte ich meinen Bruder wie er sich schmerzgeplagt im Bett welzte. Auch meine Massage half ihm nicht und wir mußte ihn wieder ins Krankenhaus bringen. Dort begann man auch gleich am darauf folgenden Tag mit der Chemo. Den ersten Zyklus vertrug er sehr schlecht. In den 3 Wochen die Alex nach Hause durfte, wurde er von uns sehr verwöhnt und erholte sich sensationell. Schon bald konnte er wieder mit seinen Kumpels los ziehen. Die Zeit in der wir Alex schmerzfrei sahen, genossen wir alle sehr. Auch die weiteren Chemos hat Alex problemlos gemeistert - wir haben ihn schon als Sieger im Kampf gegen den Krebs gesehen.

Nicht so toll war der schnelle Haarausfall ( dem wir mit einer ratika-Kur ein Ende machten, und eine Glatze rassierten), der Gewichtsverlust und die vielen Fieberblasen ( Herpes) im Mund.

Abschlussgespräch der Chemotherapie:

Hoffnungsvoll und zuversichtlich nahmen wir einen Termin bei dem Professor der Onkologie wahr. Mama, Alex und ich hörten dann Sätze wie:

- Chemo nicht wirklich angeschlagen

- könnte vielleicht mit Krebs leben aber nie ohne

- Amputation erforderlich ab Hüfte, jedoch unmöglich.

Alexanders größter Wunsch, war es wieder arbeiten zu gehen ( er war ein fanatischer LKW-Mechaniker-Lehrling) und diesen Wunsch wollte ihn der Professor auch nach einer 3-6 monatigen Therapiepause und Erholungsphase erfüllen. Jedoch wollte er vor diesem Beschluss noch Rücksprache mit einem anderen Professor aus der Hämatologie halten. Nach dieser Besprechung waren wir ziemlich erschüttert , jedoch Alex meinte: " Es gibt Schlimmeres, manche Leute sind ihr ganzes Leben im Rollstuhl!"

Nach drei Tagen erhielt meine Mama einen Anruf des Prof. der Onkologie und vereinbarte einen Termin für ein Gespräch mit dem Prof. der Hämatologie. Mit Papa, Mama und Alex fuhr ich auf ein Weiteres nach Innsbruck. Dieser Professor und sein Oberarzt erklärten uns wiederum folgendes:

- Heilungschancen vorhanden

- viele Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft

- Vorschlag einer Stammzelltransplantation. Ich als seine Schwester wäre der perfekte Spender, da ich weiblich, jung und gesund bin. Weibliche Zellen hätten Kämpfereigenschaften. Da soll es in der Kiste richtig rund gehen, meinte der Arzt. Die Frage ist nur, bin ich geeignet oder brauchen wir einen Fremdspender??? Natürlich willigten wir dem Versuch zu.

Zuerst mußte man noch eine autologene Stammzelltransplantation vornehmen. Die eigenen Zellen wurden ihm zwischen dem 5 und 6 Chemozyklus entnommen und wurden ihm 14 Tage vor Weihnachten 2006 wieder verabreicht. Da die Blutwerte nie wie erwünscht waren, mußte er Weihnachten in der Klinik verbringen - wir natürlich mit ihm. Mein schönstes Weihnachtsgeschenk war, als Alex mir sagte: "Sabi, dein Blut passt!". Jetzt wird mein Bruder wieder ganz gesund, dachte ich mir und das erste Mal konnte ich aus Freude weinen!

Am 22.01.07 wiederum Besprechung. Die Ärzte bestätigten uns, dass meine Stammzellen sogar zu 100% passen !!!

Zur Vorbereitung auf die Transplantation wurde Alexanders Blut vollständig ausgetauscht und auf meine Blutgruppe 0 positiv umgestellt. Dafür musste er 2 Tage vor mir in die Klinik. Ab dem 12.02.2007 bekam ich Spritzen, damit sich die Stammzellen aus dem Knochen ins Blut lösen. Nach 3 Tagen war es so weit, dass Alex meine Zellen bekam. Der Kampf war eröffnet - so hofften wir!

Ich werde nie vergessen, wie ich und Alex im Krankenhaus waren und einen Fernsehabend machten. Alex sagte mir: " Sabi, du rettest mir mein Leben". Diesen Satz höre ich noch heute und jedesmal wenn ich daran denke, kommen mir die Tränen weil ich nichts lieber getan hätte, als meinem Bruder ein gesundes Leben zu schenken!

Statt einem 3-wöchigen Aufenthalt durfte Alexander nach 11 Tagen nach Hause. Das hat es vorher noch nie gegeben. Die Ärzte waren voll des Lobes und Zuversicht! Erst mußte er 2-mal die Woche in die Ambulanz zur Blut- und Allgemeinkontrolle und dann nur mehr 1-mal wöchentlich. Alex fühlte sich immer wohlauf und konnte auch mal mit seinen Kollegen einen drauf machen.

Plötzlich, etwa im April, änderte sich die Situation: Alex hatte wieder Schmerzen im Schambeinbereich. Mama und ich glaubten fest daran, dass meine Zellen volle Arbeit leisteten und dies zu Schmerzen führte. Alex war anderer Meinung, er kannte die Schmerzen.

Nach einer weiteren CT- Untersuchung wussten wir dass Alex recht hatte und der Tumor keine Ruhe gab. Weiterbehandlung durch Strahlentherapie. Ab 4. April 2007 fuhren wir täglich von Montag bis Freitag nach Innsbruck zur Strahlentherapie ( insgesamt 34 mal). Am 6. Mai 2007 waren die Schmerzen ( in der Hüfte) so stark, dass wir am Abend in die Notaufnahme mußten. Am Montag rief Mama Alex in der Klinik an und fragte was die Ärzte sagten. Er meinte, sie solle sich das selbst anhören. Etwa eine Stunde später, traf sie im Umkleideraum auf den Professor, der sagte: " Wir können nichts mehr für Ihren Sohn tun, ich glaube wir werden ihn verlieren!" . Daraufhin ging Mama sofort zu Alex und fragte was die Ärzte zu ihm sagten. Seine Worte: " Mama, meine Uhr ist abgelaufen!".

Er erklärte Mama noch wo er begraben werden wollte .

Die Schmerzbehandlung erfolgte mit einer Morphiumpumpe, welche jedoch auf Wunsch von Alexander auf Schmerzpflaster umgestellt wurde sodass er, am Freitag den 11. Mai 2007 nach Hause durfte.Er wollte noch schwimmen gehen, Rafting usw. darum lieber das Pflaster.Ohne Schmerzen ging es nicht, auch der Appetit war vollkommen weg. Alexander baute wieder total ab. Am 22. Mai 2007 bekam er fast keine Luft mehr und so mußte er mit Sauerstoff und Rettung wieder in die Klinik. Noch am Abend wurde ein Röntgenbild der Lunge gemacht. Als Mama am nächsten Tag wieder in die Klinik kam, traf erneut den Professor, der sie fragte ob man einen Pfarrer hinzu ziehen möchte. Meine Mutter verneinte dies da Alexander den Glauben an Gott verloren hatte. Ab diesem Tag blieb Mama bei Alex in der Klinik. Tag für Tag konnten wir zusehen wie Alex immer schwächer wurde. Trotzdem hat er seinen Humor nie verloren. Auf seinem Wunsch hin, kamen noch Verwandte und Freunde zum verabschieden.

Der Abschied:

Alex konnte kaum noch seine Hand heben und er wog nur mehr ca.50kg. Er ließ es sich aber bis zum letzten Tag nicht nehmen, mit Hilfe von Mama auf die Toilette zu gehen. Auch versuchte er mit Hilfe meiner Cousine und meiner Tante einen Abschiedsbrief zu schreiben. Er wollte sich von jeden und allen die er kannte und die sein Leben begleitet haben verabschieden. Auch sagte er zu meiner Tante, dass er Angst vor dem Tod habe. Diese versprach ihm, dass sein Opa auf ihn warte und ihn abholen werde. Dieser verstarb am 27.05.76.

Auch bei mir hat er sich verabschiedet. Er nahm mich in den Arm, küsste meine Wange und bedankte sich, dass ich immer für ihn da war. Dies werde ich mein Leben lang nie vergessen- eine Umarmung kann das Größte auf der Welt sein, vor allem von so einem besonderen Menschen!

Am Sonntag den 27.05.2007 um 21:50 Uhr ist Alex im Kreise seiner Familie friedlich und schmerzfrei von uns gegangen.





Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt,

wir in einem Licht stehen,

von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist!

Danksagung

Danksagungen:Vergelt`s Gott!

Wir möchten diese Seite auch nutzen, um ein großes DANKESCHÖN auszudrücken.
Erst in schweren Zeiten, merkt man wie wichtig es ist Menschen zu haben die für einen da sind.
Eine Umarmung und ein nettes Wort können oft Wunder wirken. Danke dafür, dass ihr uns und
Alexander unterstützt habt und auch ein Dankeschön an diejenigen die unseren Alex auf manchen Wegen
seines Lebens begleitet haben.

Besonders bedanken möchten wir uns bei Alexanders Cousin und dicken
Kumpel Norbert, der so manche schwere Stunde mit Alex durchgestanden hat.

Seine Cousine Isolde, die uns mit ihrem Fachwissen als Krankenschwester Immer
zur Seite stand,

weiters seine Cousine Barbara, die uns bei organisatorischen Sachen geholfen hat und
sich auch sehr um das seelische Wohl von Sabrina kümmert.

Auch Harry möchten wir danken, der trotz eigenen Problemen immer für Alex da war und
ihm neue Kraft gab.

Ein ganz herzliches Danke an seinen kleinen Cousin Jürgen, der ihn bis zur letzten Minute
tapfer begleitet hat.

Unserem Fuzzi danken wir für die große Stütze in der schweren Zeit und jetzt.

Für die vielen Besuche danken wir: Andi Moll, Marcel, Bianca Juen, Florian, Lisa, Michael,
Philipp und Simon

Dankeschön auch an:

Alex Juen der immer Zeit für Arbeiten am Auto und für Alex hatte
Belinda seine Stiefschwester
Bianca Zangele die in spaßigen Momenten seine Frau sein durfte.
Babsi die er sehr wohl ins Herz geschlossen hat.
Bettina hilfsbereite Arbeitskollegin von Manuela
Bestattung Praxmarer
Birgit Manuelas Arbeitskollegin
Carmen Staggl eine seiner besten Freundinnen und Leidensgenossin
Corinna Friseurin für Totalrasur
Cor Sabrina und Alexanders Opa
Claudia hilfsbereite Frau von Harry
Daniela Hard (Krankenschwester)
Daniela die oft an der Tankstelle für Manuela eingesprungen ist
Dr. Jennewein der Tag und Nacht für uns erreichbar war
Dagmar Arbeitskollegin von Manuela
Elfi die uns verköstigt hat und auch sonst für Alex da war
Edelgard Arbeitskollegin von Manuela
Frank Manuelas verständnissvoller Chef
Firma Wolf
Goti die das Herz am rechten Fleck hat
Günther Alexanders Stiefbruder
Hermann lieber Lebenspartner von Alexanders Oma
Karin Zangerle seine "lieblings Krankenschwester" aus Arzl
Krankenhaus (Ärzte und Pflegepersonal)
Klaus Manuelas lieber Chef
Luggi Alexanders Kollege
Lukas Alexanders Kollege
Lärchenwald (Annette und Heinz) Chefleute von Sabrina
Melanie Alexanders Stiefschwester
Michael Engeler Alexanders Kollege
Margot Wolf Manuelas gute Freundin und
Marco Wolf ( mit Klaus) der Manuela gut auf der Tankselle vertreten hat
MAN Alexanders Lehrfirma
Marina die Alex sehr ins Herz geschlossen hat
Nicci (aus Kirchbichl) die süße, kleine Krankenschwester
Oma Loni
Oma Roswitha
Onkel: Berndi, Manne, Hemi, Fips und Franz
Paul guter Freund der Familie
Rebecca eine liebe Cousine
Sonja unsere hilfsbereite Nachbarin
Sabrina Pf. Sabrinas beste Freundin
Sargträger: Markus, Andi, Lex, Rene, Florian
Taxi Leys
Tanten: Conny, Erika, Gitti, Heidi, Chriselda und Sissi


Wir möchten uns auch für die große Anteilnahme, die Kerzen, Blumen und Kränze und die finanzielle
Unterstützung beim Begräbnis bedanken. Leider können wir hier nicht jeden namentlich nennen, da
es sicher viele Menschen in Alexanders Leben gab die wir als Angehörige nicht kennen.

Das größte Geschenk für uns wäre, wenn ihr Alexander immer in eurer Erinnerung behaltet!


Vielen Dank
Manuela, Gerhard und Sabrina